Häufige Fragen zur Windenergie

Beim Betrieb von Windenergieanlagen wird auf den Artenschutz geachtet.

Beim Betrieb von Windenergieanlagen wird viel dafür getan, gefährdete Vogel- oder Fledermausarten zu schützen. So ermitteln unabhängige Gutachter bereits zu Beginn jedes Windenergieprojekts, ob gefährdete Arten ansässig sind und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. In Zeiten, in denen Fledermäuse aktiv sind, stehen die Anlagen beispielsweise still, um die Tiere zu schützen.

Windenergieanlagen sind nicht lauter als ein leises Gespräch.

Auch auf exakte Schallschutzgrenzen wird beim Betrieb von Windenergieanlagen geachtet. Diese gehen aus der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ hervor. Für Windenergieanlagen beträgt dieser Grenzwert in Wohngebieten tagsüber in der Regel maximal 55 Dezibel und ist damit leiser als ein leises Gespräch oder der häusliche Kühlschrank. In der Nacht liegen die Grenzwerte häufig noch weit darunter.

Windenergieanlagen erzeugen weniger Infraschall als ein fahrendes Auto.

Wie böiger Wind, die Meeresbrandung oder fahrende Autos, erzeugen auch Windenergieanlagen Schall mit niedrigen Frequenzen unter 20 Hertz (Hz), sogenannten Infraschall. Diese Frequenzen sind für den Menschen nicht wahrnehmbar. Dennoch befürchten viele Anwohner, dass sie durch Infraschallbelastung krank werden könnten. Laut zahlreicher Studien werden in unmittelbarer Nähe von Windrädern allerdings nicht einmal ansatzweise gesundheitsschädlich bedenkliche Schallpegel erreicht. Weit höhere Infraschallwerte als die einer Windenergieanlage in 150 Meter Abstand, lassen sich beispielsweise im Innenraum eines mit 130 km/h fahrenden Mittelklasse-PKWs oder anderen Alltagssituationen messen.

Windenergieanlagen beschatten ein Haus maximal 30 Minuten am Tag.

Eine Windenergieanlage darf umliegende Wohngebäude maximal 8 Stunden pro Jahr und dabei allerhöchstens 30 Minuten pro Tag beschatten. Wird dieser Wert überschritten, schalten die Anlagen über einen programmierten Algorithmus automatisch ab bis der Schatten nicht mehr auf das betroffene Gebäude fällt.

Windenergieanlagen können vollständig zurückgebaut werden.

Bei jedem Windparkprojekt in NRW muss der Rückbau der Anlagen bereits vor Baubeginn und während der gesamten Betriebsphase finanziell abgedeckt werden. So wird sichergestellt, dass die Anlage immer zurückgebaut werden kann. Sind Gondel und Turm erst einmal abgebaut, kann auch das Fundament vollständig entfernt werden. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit, Windenergieanlagentyp, Nabenhöhe und Rotordurchmesser ist das Fundament einer modernen Anlage etwa 0,5 bis 3 Meter tief in den Boden eingelassen und beträgt im Durchmesser rund 22 bis 26 Meter.

Windräder stehen auch mal still.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Windenergieanlagen vorübergehend still stehen können. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, während die Anlagen gewartet werden. Aber auch der in Teilen Deutschlands verschleppte Netzausbau oder ein Überangebot an konventionellem Strom können unter Umständen dazu führen, dass die Anlagen zwischendurch ruhen. Beispielsweise dann, wenn bei starkem Wind fossile Kraftwerke nicht schnell genug runtergeregelt werden. In Zukunft werden diese Fälle durch ein optimiertes und leistungsfähigeres Stromnetz immer stärker abnehmen.

Windenergieanlagen können zusammen mit anderen Erneuerbaren Energien unseren Stromvebrauch sicher und nachhaltig decken.

Windenergieanlagen erzeugen in den Winter- und Frühlingsmonaten besonders viel Strom. Sie ergänzen damit sehr gut den Jahreslastgang aus PV-Anlagen mit hoher Einspeisung in den Sommermonaten. Auch speicherbaren Energieträgern wie Biogas kommt eine wichtige Rolle zu. Diese können immer dann eingesetzt werden, wenn die Stromnachfrage durch Wind und Sonne nicht vollständig gedeckt werden kann.

Windenergieanlagen haben eine sehr gute Ökobilanz.

Dabei produzieren Windenergieanlagen nicht nur sauberen Strom. Natürlich wird auch für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung Energie benötigt. Moderne Anlagen wie die Siemens SWT-DD-142 oder die Siemens SWT-3.6 -130 haben diesen Bedarf aber schon nach einer Laufzeit von etwa 6 bis 8 Monaten wieder eingespart.

Die für den Bau von Windenergieanlagen benötigten Flächen werden ausgeglichen.

Ein Großteil der Flächen, die für den Bau von Windenergieanlagen benötigt werden, werden nach Inbetriebnahme zurückgebaut und können wieder land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Dennoch erfolgt kein Eingriff ohne Ausgleich – beispielsweise durch ökologische Projekte wie Blüh- und Streuobstwiesen, das Anlegen von Biotopen oder die Unterstützung von ökologischem Waldumbau.

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Die Beteiligung am Windpark Coesfeld ist vorerst abgeschlossen

Aufgrund der großen Nachfrage wird es Anfang 2021 eine zweite Beteiligungsmöglichkeit geben.

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